"[Nicolas Radulescu ist] im Repertoire der Barockmusik ebenso zu Hause wie in zeitgenössischen Werken, in der Wiener Klassik ebenso wie im großen romantischen Repertoire. [...] Ich bin überzeugt, dass Nicolas Radulescu seinen Weg gehen wird. Er hat sich eine Karriere – wie nur wenige seiner Generation – verdient."
(Martin Sieghart)
"Das bestens disponierte
KUG-Orchester stellte sich unter die
Leitung von [...] Nicolas Johannes Radulescu, [dessen
Dirigat] auf profunder Technik und hohem musikalischen
Verständnis basierte."
(Clemens
Anton Klug, Kleine
Zeitung, über die
Aufführung von Messiaens L'Ascension)
"Cesar
Francks d-Moll-Symphonie genoss in Teil 2 Nicolas
Radulescu ebenso wie das von ihm gestenreich auf die expressive Spitze
getriebene Orchester der Kunstuniversität – den
jungen Maestro sollte man sich merken."
(Clemens
Anton Klug, Kleine
Zeitung)
"Eitelkeit scheint dem jungen Maestro fremd. Der Künstler ist das exakte Gegenteil jener Halbgötter in Schwarz,
die mit Gel im Haar, verklärtem Antlitz und der Aura des Genies den menschlichen Ehrfurchtsreflex auslösen.
[...] Er erklärt, erzählt, setzt Körper und Taktstock ein und hat das Ensemble kurze Zeit später
dort, wo er es haben will. [...] Radulescu verfügt über ein rhetorisches Talent, mit welchem er den
Musikern die Kompositionen derart bildreich und phantasievoll nahebringt, dass sie [...] zur Höchstform auflaufen."
(Elisa Gregor, Wiener Zeitung/Wiener Journal)
Nicolas Radulescu, in eine deutsch-amerikanische Musikerfamilie geboren, sammelte erste Orchestererfahrungen bereits während seines Klavier- und Violoncellounterrichts in Wien. Studierte zunächst an der Universität
Wien Musik- und Theaterwissenschaft. Daneben Instrumentalstudium (Viola da gamba, Cembalo). Intensive Beschäftigung mit Alter und Neuer Musik, rege Konzerttätigkeit. Kurse u. a. beim Hilliard Ensemble. Musikgeschichte-Vorlesungen für die Brigham Young University.
Nach erstem Dirigierunterricht bei seinem Vater Michael Radulescu, einem Schüler Hans Swarowskys, Dirigierstudium bei Martin
Sieghart, Wolfgang Bozic und Johannes
Prinz an der Universität für Musik und
darstellende Kunst Graz (KUG) in Graz. Diplomprüfung mit einstimmiger Auszeichnung.
Als Dirigent, Korrepetitor und Continuo-Spieler Engagements beim Festival Mozart in Reinsberg, beim Wiener Singverein, der Wiener Kammeroper, der Musikwerkstatt
Wien. Arbeit u.a. mit dem Orchester der Kunstuniversität Graz, dem Savaria Sinfonieorchester und dem Arnhem Philharmonic Orchestra. Von 2007 - 2011 war Nicolas Radulescu künstlerischer Leiter des Grazer Universitätsorchesters. Im März 2011 feierte er seinen Abschied von diesem Klangkörper im Rahmen eines umjubelten Gastspieles in der Türkei. Im Herbst 2010 feierte er sein Debüt mit der Sinfonietta Baden.
Seit ihrer Gründung 2004 Dirigent der Camerata Medica Wien; seit 2007 auch musikalischer Leiter der Grazer Akademischen Philharmonie und des Internationalen Kammerorchesters Camerata
Pannonica, seit 2010 auch des Franz-Schmidt-Kammerorchesters. Seit 2006 Lehrtätigkeit an der Grazer Kunstuniversität; 2009 dort Assistent in der Dirigier-Meisterklasse von Martin Sieghart.