

" [...] Mit viel Interesse habe ich die Darlegung des Nasozentrischen Weltbildes verfolgt. Nur ein paar Kleinigkeiten hast Du bei der an sich soliden Zusammenfassung der Forschungen übersehen.
1.) Bei Irrwin Gräthäusers Aristoteles-Zitat handelt es sich, wie neueste Forschungen gezeigt haben (u.a. von Univ. Prof. DDr. Mag. Helga Friedlin-Huber: "Die agonalen Lesefehler im kontextuellen Bezugsrahmen: eine Studie", Wagnerverlag, Frankfurt a.M./Heidelberg/St. Pölten, 1995, S. 756ff sowie S. 815ff), um einen Lesefehler aus dem MA. Der Autor der Textstelle ist allem Anschein nach nicht Aristoteles, sondern Aristotales, ein griechischer Küfer, der durch sein Streitgespräch Phatailos (Phatailos) mit Lehrer Alexanaios (312-278) bekannt wurde.
2.) Bezüglich Johann Caspar Lavater:
Der brasilianische
Grativitätsforscher Gonzales
de la Cruez, auf den auch das konvaleszente Theorem der
dissimilaren Homogenität synthoanaloger Flueszenz
zurückgeht,
welche er 1987 mit brillanter Simplizität in die kompakte
Formel
br=t-2x(phid/*23) packte, (womit das substantielle Wachstum der
banalogen Onthogenese maßgeblich vereinfacht wurde), hat in
seiner bekannten Schrift "El dragon nasoni", (dt: Der
genaste Drache), Haymon Press, Madrid, 1990, wiederholt darauf
hingewiesen, daß Lavanters Ausführungen
über den idealen
Körperbau nur eine hintergründige Maskierung
für eine eminent
politische Schrift darstellen. Wie auch Säglund Saargan 1988
feststellte, dürfte es sich hier um eine Attacke gegen den
inoffiziellen Geheimgelehrten Johannes Parvulus Hartmann
(*Thomasen um 1717, + Leipzig 1805) handeln, der in dem Traktat
"Versuch über die wahre Art wider die Nasen bey aller Art
und Leben zu protektieren", 1773 eine Verbindung der
olfakotischen Physiogramme bei den Fluens statum maior
nachzuweisen versuchte und mit aller Gewalt gegen den satanus
nasens polemisierte: "Die gewellte Nase sey ein sonderbar
Zeichen, das namhaft in seiner Größ und Zahl
vorkommet."
Der Verweis zur schwarzen Magie folgt auf dem Fuß: "Der
dragonis luciferius sey ein besonderes exemplarium dieser
Art." Der Stich aus 1783 von Meister Matthias Kleine (1750?
bis 1822) stellt eben diesen Drachen mit der gewellten Nase
(siehe Abbildung) dar.
Gemeint
dürften mit dieser Schrift aber die Gelehrten der
Thürauer Schule sein, die die Verbindung des Brantuimus zum
esotek-madriginischen Verhalten bei Kindern untersuchten.
Hartmann versuchte - allerdings ohne Erfolg - bei seinem
Landesherrn, Gregor dem Schlagfertigen, sowie dessen Sohn
Widislav dem Fragwürdigen
(1) die Exmatrikulierung der
Gelehrten zu
erreichen. Bekannt ist die Affäre unter dem auch heute noch
allgemein gebräuchlichen Ausspruch für eine
Beamtenintrige, die
ohne Erfolg ausgeht: Exmatrikulieren wie Widislav.
Lavanter, ein Anhänger der Thürauer Schule versuchte
wiederum,
für die o.g. Forscher zu sprechen, und so entstand das von Dir
zitierte Werk.
Man beachte, was Feuer W. Ehrmann-Grisu angemerkt hat: spina nasi
ist von hinten gelesen, is ana nisp, die im existentiellen
Exorzismus angewandte Spruchformel für Olfamantia, genauer:
das
Austreiben des satanischen Nasoms"
(1) vermutlich hervorgegangen aus einer inzestiösen? Verbindung (siehe: "Das Haus Thurgau zwischen 1500 und 1800: eine Standeslegung" von Horak Mitgold, Dempen, 1965) mit seiner Schwester Tulpen, Freifrau von Oberrhein." (zurück)
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Das
Nasozentrische
Weltbild
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"Wie sehr ich mich über die kritische
Auseinandersetzung
mit dem Nasozentrischen Weltbild gefreut habe, kann ich gar nicht
sagen.
Dein Hinweis bez. des bei Gräthäuser so bezeichneten
Aristoteles-Zitats ist wertvoll (obwohl er wieder meine
Unfähigkeit illustriert, den wirklich neuesten Forschungsstand
einzubeziehen), die Anmerkung bez. Lavater (und nicht Lavanter,
wie de la Cruez und Hartmann - und leider einmal auch Du -
schreiben) jedoch geradezu sensationell, auch wenn ich nicht der
Ansicht bin, daß Widislav der Sproß der
inzestuösen Verbindung
Gregors des Schlagfertigen mit Tulpen war, sondern vielmehr (ich
stütze mich hier auf das mir zugängliche Schrifttum
von Wenzel
Hartleipp - insb. die Schriften "Die Thurgauer zwischen
Renaissance und Aufklärung.Eine Studie in barocker
Prachtentfaltung", Gurtnellen, 1992, und "Die Thurgauer
Revolution - Vorbild Marats", ebd., 1979) ein Wechselbalg
von geradezu satanischem Äußeren (was Deine bzw.
Hartmanns
Theorie durchaus bestätigt) gewesen sein muß.
Jedenfalls berichtet uns Hartleipp im Werk von 1992 von einer
zeitgenössischen Handschrift im Kloster Gamsberg (MS
6322.346),
die das Protokoll eines Hexenprozesses zu sein scheint, der drei
hochbetagten Frauen gemacht wurde, die verdächtigt wurden, den
echten Sproß der unheiligen Verbindung Gregors mit Tulpen
(die
belegt ist), gegen ein an einem Hexensabbat gezeugtes Kind
ausgetauscht zu haben. Die Frauen wurden verbrannt. Die späte
Auffindung des Schriftstückes ist Hartleipps Verdienst, auch
wenn ihm u.a. von Horak Mitgold beim 23. Kongreß der
Sonnenblumenölhersteller zu Heidelberg 1993 vorgeworfen wurde,
die Handschrift gefälscht zu haben, u.a. um seinem alten
Konkurrenten Mitgold eins auszuwischen. Soweit ich weiß, ist
diese
Diskussion noch im Gange. Ein endgültiger Befund
läßt sich
sohin nichtstellen.
Außerdem hätte ich gern den genauen
bibliographischen Hinweis
auf das Werk von Ehrmann-Grisu; ich fände gern heraus, auf
welchen Prinzipien seine Lesart der Spina Nasi als is ana nisp
beruht (vielleicht explazetisch?), weil nach herkömmlicher
Lesung Spina nasi bestenfalls is ana nips ergäbe. Vielleicht
liegt auch nur ein Lesefehler Deinerseits vor; jedenfalls
müßte
man der Frage nachgehen.
Dies sind jedoch nur kleine Einwände."
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Das Nasozentrische Weltbild
Anhang II: Edgar Allan Poe
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