Eine Kulturanthropologische Studie

von Johannes Adulescens

Wien, 1995-1998

1. Der Nasozentrismus
2. Die Brachio-Serpentiker
Anmerkungen
Literatur
Anhang: Der Nasozentrische Briefwechsel zwischen Revilo Nálg und Johannes Adulescens
Anhang II: Edgar Allan Poe: Lionizing

1. Der Nasozentrismus

Aus der exogeopsychischen Inquiration (1) des Polarforschers Prof. Irrwin Gräthäuser (2) resultiert, daß die geomorphen Fibrillaria (3) der petapathogenen Funktionarii (4) orthoplan zu betrachten wären. Eine Graphik soll dies plastifizieren:

plastifizierende Graphik

 

2. Die Brachio-Serpentiker

Als Gegenkonzept von psychosozialer Relevanz (5) erwies sich bald die von Garodorus (6) erstmalig theoretisch umrissene - peripatetisch umgänglichere (7) - Anschauung der Brachio-Serpentiker (8).
 

Anmerkungen

(1) Begriff nach Geschlonz, Rüdiger et al.: Geothermik und Haarspitzenverfeinerung. Trüblingen, Los Drapos: Fruul (1992).
Geschlonz, der emeritierte Eremitenforscher der Bologne-University in Los Drapos, New Mexico, weist in diesem Zusammenhang auf die physiologischen Paraphernalia des Hl. Nasobëmos hin; eine geschweifte Nase in Form der heliotischen Protuberanzen sowie eine methodologisch inkorrekte Schreibweise seines Namens zeichnen diesen Heiligen aus.  (zurück)

(2) Gräthäuser, Irrwin: Thermodynamik des Riechorganes. Olfaktorisches von der Reformation bis heute. In: ders.: Einführung in die Polare Ontonasologie. Salzburg: Verlag des Vereines für Daseinsberechtigung (Reihe Wissenschaft für Jedermann CXI), 1573. S. 1537-1538.
Wie Prof. Gräthäuser konvinzierend demonstriert, war die Naso- bzw. Naso-Pulmologische Serpentierung der triadischen Domestizierbarkeit nicht erst seit Kierkegaard oder Nietzsche (dessen moustache legendär, seine Verbindung zu den canes maritimes jedoch - Dr. Friedrun Grazmüllers wirren Behauptungen zum Trotz - leider umstritten ist) rekognosziert, sondern vielmehr seit Aristoteles zerebrales Allgemeingut. "Wie schon Aristoteles sagte," schreibt Gräthäuser, "und Adorno auch, 'Tetrageon 'bambulos logos logos logeion rhinokrates'. Der in diesem Kontext so erstaunliche Begriff der rhinokrateia bzw. des Herrschers als rhinokrates ist wahrlich frappant. Ob die pathologische Überentwicklung des olfaktorischen Organes oder des olfaktorischen Sinnes als Voraussetzung zur Erlangung der Herrscherwürde gemeint ist, geht aus Aristoteles' (und Adornos) Werk nicht hervor. Auch bei Walther von der Vogelweide finden wir entsprechende Hinweise: 'Ih saz uf mîner nâzen / bî înem guoten wîn.' Auch in den Carmina Burana finden wir Hinweise auf solches: 'Naz hie gat umbe...' (CB 167a)."  (zurück)

(3) Krydman, James Jacob: Physiological Inquiries on the Shapes of Apes. Manchester, Wels: Shackles University Press, 1995. S. 7766.
Krydman präzisiert: "The orthopalmic deferences on a large scale model for the osso-laryngal palaeopalatal consonants show with distinction the respective orthopalmic deferences of these large scale models of the wesso-pharyngal neolitho-palatal palatine pellets found in a mound next to the tomb of the Unknown Dead. Squibblical evidence further exists that uvular traction of dental fricatives [dz, tz, dzzz, etc.] or the glottal stop [?] is not backed by minor fibrillical formants in an informal environment infernally inferior to internal invernical atraxities constated in the environs of Inverness. This attractive archetype of arctic artifice reminds us unvoluntarily of the artinasat furieux of archaic cultures. An admittedly scant sketch of antique activities in this region is given bellows." (zurück)

(4) Mit functionarii wurden in der mittel- und neulateinischen Periode der Dispolastik nicht nur die geweihten custodes der deogenen, peta- oder patapathogenen Artefakte der archaischen Kultur der Ttlei im mittelmediterranen Raume bezeichnet, sondern auch die gehörnten Schnalzenten der spätantiken brimboria. Wir verwenden den Begriff in seiner heutigen Ausprägung im Spannungsfeld zwischen beiden Extrempolen und schließen uns hierbei der Lehrmeinung von Johann Holzinger an.  (zurück)

(5) Johann Caspar Lavater nahm in seinem Werke "Physiologische Fragmente zur Beförderung der Menschen-kenntniß und Menschenliebe" (1788) einen doch mehr ästhetisierenden Standpunkt ein. Er schreibt über die ideale Nase: "a) Ihre Länge soll der Stirnlänge gleich seyn. b) Bey der Wurzel muß eine kleine sanfte Vertiefung seyn. c) Von vornen betrachtet muß der Rücken (dorsum, spina nasi) breit und beynahe parallel seyn, jedoch über der Mitte etwas breiter. d) Der Knopf der Nase, die Nasenkuppe, der Nasenball (orbiculus) muß weder hart noch fleischig sein, und sein unterer Umriß muß bestimmt und auffallend rein gezeichnet, nicht spitz und nicht sehr breit sein. e) Die Nasenflügel (pinnae) müssen von vornen bestimmt gesehen werden, und die Löcher müssen sich drunter lieblich verkürzen. f) Im Profile betrachtet, darf sie unten nicht mehr als einen Drittel ihrer Länge haben. g) Die Nasenlöcher müssen vornen etwas spitz, hinten runder, und überhaupt sanft geschweift seyn, und durchs Profil der Oberlippe in zwey gleiche Theile getheilt werden. h) Die Seiten der Nase oder des Nasengewölbes müssen beynahe wandartig seyn. i) Oben muß sie sich wohl an den Bogen des Augenknochens anschließen, und beym Auge muß sie wenigstens einen halben Zoll Breite haben. - So eine Nase - ist mehr werth als ein Königreich." Lavaters Deskription ist selbstredend aufgrund der monarchistischen Grundeinstellung mit größter Vorsicht zu betrachten.  (zurück)

(6) Garodorus (*243;†1044), der signifikante Denker der Spätantike, des Früh-, Hoch und Spätmittelaters, formuliert (allerdings erst im Barock, was auch auf seine Gedankenwelt Einfluß nimmt) in seinem für uns bedeutsamsten Werk "De Serpentibus" (Trästen, 1604) die gesamte, tolagetische Lesart der früh-metaphinischen Schriften. Die volle Tragweite seines Traktates konnte wohl erst im Zuge der Renaissance (vgl. Erasmus, Encomium Garodori) erkannt werden, so schreibt z. B. Heckenreither darüber: "Garodorus' Begriff der insanitas kann im westsibirischen Sinne mit 'nicht reinlich' übersetzt werden, oder, der Tradition Uqbars (Borgesius sei an diesem Platze herzlich bedankt) folgend, anagrammatisch umgedeutet, in kruzilischer Sprache als nasi't nasi gelesen werden." (zurück)

(7) Zur irreversiblen Gestaltwahrnehmung im Augenblick des agora-Durchstreifens siehe auch David Baskerville-ffurtes: Irregularism vs. Neoclassicism in the works of Historical Veterinarians. in: Sir Peter Glouch, Edgar McLapp, Alfred Lord Drenchley: Rubber Gloves and Politics. Westminster, New York: Harpye Books, 1886, p. 2-94.
Baskerville-ffurtes beschreibt in seinem Beitrag die Signifikate folgendermaßen: "The problem that arises from taking walks (talking wakes no less; we would think it disgusting to talk of faking warts, or waging wars, or breaking farts (of all the arts), and think it shocking to consider waking tarts) is considerable. Imagine your field of sight being considerably narrowed down by the presence of that infamous facial knob known to the mob under the name of the nose! Imagine not to see where you're going, your eyesight being obstructed by your nose! As a matter of fact, in the west of Wales there is a moor into which many unfortunate, sightless people have sank due to their noses! It is named 'Llanglengwythythbronnghawyth'; in English: 'Moor of the Noses'!"  (zurück)

(8) Gleichmaul-Jansson, Bodo: Die Weltanschauungsbekenntnisse der Brachio-Serpentiker. Glaßheim/Rhein, München: Verlagsanstalt des Rheinländischen Winzerverbandes, 1973. S. 142.
Gleichmaul-Jansson vergleicht Lessings "Hamburgische Dramaturgie" mit der Sammlung paläolithischer Gebißprothesen im Klusener Museum für Frühe Geschichten. Er kommt hierbei zu dem Ergebnis, daß "obwohl bei erstem Betrachten der Zusammenhang zwischen den Gebissen und der 'Hamburgischen Dramaturgie' womöglich (für den Laien) nicht unmittelbar ersichtlich sein zu können Gefahr läuft, bei genauer Untersuchung sowohl der an den Gebissen noch zu findenden Zahnfleischrückstände nach der Radiokarbon-Methode sowie weiteren Molekular-Spin-Analyseverfahren als auch des ältesten erhaltenen Exemplars der 'Hamburgischen Dramaturgie' nach zwar unterschiedlichen (demo- statt endoskopischen) Methoden sich unversehens Parallelen aufdrängen: Beide (das Zahnfleisch und Lessings 'Dramaturgie') verbindet Brachio-Serpentisches: Wurden in den in den paläolithischen Gebissen gefundenen Zahnfleischrückständen Reste von Bromsäure in Kombination mit Wasserstoff-Ionen gefunden (abgekürzt: Br-Ac[id +] H-Io[nen]), so ergab die genaue Addition aller Zahlenwerte sämtlicher Buchstaben in der 'Hamburgischen Dramaturgie' (A=1, B=2, C=3 etc.) bis auf wenige Stellen genau jenen Betrag, den man erhält, wenn man die nach dem exponentiellen Zahlensystem multiplizierten Werte des Wortes serpens (lat. Schlange) addiert. Dadurch wäre nicht nur die Frage nach dem Zusammenhang zwischen der im Klusener Museum für Frühe Geschichten aufbewahrten Zahnersätze und der 'Hamburgischen Dramaturgie' von Gotthold Ephraim Lessing hinreichend beantwortet, nein, es wäre in einem Schlage auch die praktische Anwendung und Demonstration von Brachio-Serpentischem Gedankengut vorgeführt."  (zurück)
 
 

Literatur

Primärwerke:

Autor Unselbst. Titel Selbst. Titel Erscheinungsort etc.
Garodorus   De Serpentibus. Trästen: 1604 .
Lavater, Johann Caspar   Physiologische Fragmente zur Beförderung der Menschenkenntniß und Menschenliebe. 1788.

Secundärwerke:

Baskerville-ffurtes, David Irregularism vs. Neoclassicism in the works of Historical Veterinarians. In: Sir Peter Glouch, Edgar McLapp, Alfred Lord Drenchley:  Rubber Gloves and Politics. Westminster, New York: Harpye Books, 1886, p. 2-94.
Geschlonz, Rüdiger et al.   Geothermik und Haarspitzenverfeinerung. Trüblingen, Los Drapos: Fruul (1992).
Gleichmaul-Jansson, Bodo   Die Weltanschauungsbekenntnisse der Brachio-Serpentiker. Glaßheim/Rhein, München: Verlagsanstalt des Rheinländischen Winzerverbandes, 1973.
Gräthäuser, Irrwin Thermodynamik des Riechorganes. Olfaktorisches von der Reformation  bis heute. In: ders.: Einführung in die Polare Ontonasologie. Salzburg: Verlag des  Vereines für Daseinsberechtigung (Reihe Wissenschaft für Jedermann CXI), 1573. S. 1537 - 1538.
Krydman, James Jacob   Physiological Inquiries on the Shapes of Apes. Manchester, Wels:  Shackles University Press, 1995.

 

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